Der neue Weitwanderweg Hoch-Tirol-Trail

Auf dem neuen „Hoch-Tirol-Trail“ kann man in drei grenzüberschreitenden Etappen vom Südtiroler Ahrntal bis zum Großvenediger in Osttirol wander...

Tourismus
23.06.2022 | Osttirol

Grenzen überwinden – in nur drei Tagen

Auf dem neuen „Hoch-Tirol-Trail“ kann man in drei grenzüberschreitenden Etappen vom Südtiroler Ahrntal bis zum Großvenediger in Osttirol wandern.

Gerade in diesen turbulenten Zeiten gilt es, Nachbarschaften zu pflegen, Grenzen zu überwinden, gemeinsame Wege zu gehen. So wie die Osttiroler und Südtiroler. Im Rahmen des Euregio-Programms „Fit for Cooperation“ lassen die Gemeinden Prettau (Südtirol) und Prägraten am Großvenediger (Osttirol) ihre Nachbarschaft neu aufleben – mit dem Hoch-Tirol-Trail.

2022 neu: der „Hoch-Tirol-Trail“, die Grenztour zwischen Südtirol und Osttirol

Diese grenzüberschreitende Mehrtageswanderung verbindet in drei Etappen die Südtiroler Ortschaft Prettau – ganz hinten im Talschluss des Ahrntals versteckt – mit dem Bergsteigerdorf Prägraten am Fuße des Großvenedigers in Osttirol. Dieser anspruchsvolle hochalpine Weg folgt einem ehemaligen Schmugglerweg, der für das Projekt instandgesetzt und saniert wurde. Wanderer durchqueren dabei den Naturpark Rieserferner-Ahrn und in Osttirol den Nationalpark Hohe Tauern. Der Höhepunkt ist das 2.926 Meter hohe Umbaltörl, das am zweiten Tag überquert wird. Insgesamt überwinden Weitwanderer auf 25 Kilometern Strecke 1.490 Höhenmeter im Aufstieg und 1.000 Höhenmeter im Abstieg. Übernachtet wird auf zwei gemütlichen Berghütten. Dazwischen führt der Hoch-Tirol-Trail durch eine wilde Berggegend, in der man kaum einer Menschenseele begegnet. Nur der eigenen. Es gibt keinen Gepäcktransfer. Die An- und Rückfahrt zum Ausgangs- bzw. Endpunkt erfolgt mit öffentlichen Verkehrsmitteln.

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Die grenzüberschreitende Mehrtageswanderung verbindet in drei Etappen die Südtiroler Ortschaft Prettau mit dem Bergsteigerdorf Prägraten am Fuße des Großvenedigers in Osttirol. © Christjan Ladurner

Etappe 1: Von Kasern zur Lenkjochlhütte

Vom Wanderparkplatz in Kasern (1.594 m) oberhalb von Prettau wandert man taleinwärts, immer der Beschilderung „Lenkjöchlhütte“ folgend. Von der Labesaualm steigt man über einen angenehm zu begehenden Weg durchs Windtal auf, bis man auf eine Weggabelung trifft und rechts kurz zur Lenkjöchlhütte (2.603 m) aufsteigt. Die Streckenlänge beträgt 7,5 Kilometer, man überwindet 1.000 Höhenmeter im Aufstieg und ist etwa vier Stunden unterwegs. Schwierigkeit: mittel.

Etappe 2: Von der Lenkjöchlhütte zur Clarahütte

Von der Lenkjöchlhütte folgt man den Schildern zum Vorderen Umbaltörl (2.926 m). Ein kurzer Abschnitt des Steigs ist mit Ketten gesichert. Von der Scharte geht es über schwer erkennbare Steigspuren steil bergab. Bis zum Philipp-Reuter-Biwak sind Orientierung und Wegfindung schwierig. Ab dem Biwak (mit Wegschild „Clarahütte“) geht’s auf einem Wiesensteig bergab – aber mit einigen steilen und ausgewaschenen Abschnitten. Man steigt zur Isel ab und erreicht über eine Brücke die Clarahütte (2.038 m). Die Streckenlänge beträgt 7,5 Kilometer, man überwindet 500 Höhenmeter im Aufstieg und ist etwa viereinhalb Stunden unterwegs. Schwierigkeit: schwer.

Etappe 3: Von der Clarahütte nach Prägraten am Großvenediger

Von der Clarahütte folgt man dem beschilderten Isel-Trail durch das Umbaltal talauswärts. An den Umbalfällen vorbei wandert man weiter Richtung Islitzeralm. Kurz vor der Alm folgt man der Beschilderung „Waldweg Prägraten“. Über Ströden, die Gloschlucht mit ihren beeindruckenden Wasserfällen und Hinterbichl folgt man stets dem Weg direkt am Gletscherfluss Isel entlang bis nach Prägraten am Großvenediger (1.300 m). Die Streckenlänge beträgt 12,8 Kilometer, man überwindet 180 Höhenmeter im Aufstieg und ist etwa vier Stunden unterwegs. Schwierigkeit: mittel.

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Dieser anspruchsvolle hochalpine Weg folgt einem ehemaligen Schmugglerweg, der für das Projekt instandgesetzt und saniert wurde. © Christjan Ladurner

Hütte gut, alles gut: die beiden gemütlichen Übernachtungshütten

Eine Übernachtung hoch oben in den Bergen ist ein einmaliges Erlebnis. Gerade dann, wenn die Hütten klein und fein sind. So wie die Lenkjöchlhütte auf Südtiroler Seite. Sie thront in 2.603 Metern Höhe über dem Tal. Genauso gemütlich ist auf Osttiroler Seite die Clarahütte (2.038 m).

Über Osttirol

Osttirol mit der Bezirkshauptstadt Lienz und 32 Gemeinden gliedert sich in vier Regionen: Die Nationalpark-Region Hohe Tauern und das Defereggental im Norden, die Lienzer Dolomiten im Südosten und das Hochpustertal im Südwesten. Staufreie und winterfeste Anfahrt über die Felbertauernstraße; Ski & Fly mit dem Airportshuttle vom Flughafen Klagenfurt, Salzburg bzw. Innsbruck nach Osttirol.

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