LOACKER BAUT EIGENE HASELNUSS-PRODUKTION IN ITALIEN AUS

Vom Feld bis in die Waffel: Loacker erweitert seine Haselnuss-Lieferkette

Food und Beverage
18.08.2026 | Loacker

LOACKER BAUT EIGENE HASELNUSS-PRODUKTION IN ITALIEN AUS

Ertragreiche Plantagen: Hier wächst der Rohstoff für Loackers Waffelspezialitäten heran © Loacker

August 2026. Die Haselnuss ist schon immer einer der wichtigsten Rohstoffe für Loacker. Mit der Übernahme des Landguts Tenuta Fontana Chiusa im Juli 2026 und dem Ausbau des Haselnuss-Verarbeitungsstandorts Capranica führt das Familienunternehmen nun Anbau, Erstverarbeitung und Produktion in einem geschlossenen Modell zusammen und sichert sich damit die gewünschte Qualität und Herkunft seiner Haselnüsse vom Feld bis in die Waffel.

Der weltgrößte Premium-Waffelhersteller Loacker hat am 20. Juli 2026 die Übernahme des Landguts Tenuta Fontana Chiusa abgeschlossen. Der Erwerb ist ein weiterer Schritt in der mehr als zehnjährigen Entwicklung des Programms „Noccioleti Italiani“ und Teil von Loackers übergreifender Strategie zur Vertikalisierung strategischer Rohstoffe, von Kakao und Bourbon-Vanille über Alpenmilch bis hin zu Weizen. Ziel ist ein integriertes, transparentes Produktionsmodell, das Qualität und Rückverfolgbarkeit vom Anbau bis zum Endprodukt sichert.

Tenuta Fontana Chiusa: von der Plantage bis zur Verarbeitung
Das neu erworbene Landgut liegt rund 20 Minuten von Rom entfernt, zwischen den Gemeinden Labico und Palestrina. Von den insgesamt rund 150 Hektar Gesamtfläche werden bereits 125 Hektar als ertragreiche Haselnussplantagen bewirtschaftet. Das geschätzte Ertragspotenzial beläuft sich auf 220 bis 230 Tonnen Haselnüsse pro Jahr. Die erste Ernte für Loacker findet bereits im September 2026 statt.

Mit dieser Transaktion verfügt Loacker damit nun über drei eigene Haselnuss-Plantagen: Corte Migliorina, Collelungo und Fontana Chiusa. Diese ergänzt die bestehenden 275 Hektar Anbauflächen in der Toskana. Damit bewirtschaftet das italienische Familienunternehmen in Latium und in der Toskana nun insgesamt rund 400 Hektar eigene Haselnussfläche und festigt so seine Präsenz in den zentralen italienischen Haselnuss-Anbaugebieten.

Zum übernommenen Eigentum gehören landwirtschaftliche Gebäude, Produktionsstätten sowie Anlagen zur Erstverarbeitung, Trocknung und Lagerung der Nüsse. Das bestehende Team bleibt Teil des Betriebs. Die direkte Bewirtschaftung schafft die Grundlage für dauerhaft hohe Qualitätsstandards und erlaubt es Loacker, umweltschonende Anbaumethoden gezielt weiterzuentwickeln. Dazu zählen Blattdüngung, unterirdische Tröpfchenbewässerung, die Reduzierung chemischer Mittel sowie der Einsatz erneuerbarer Energien.

Aus der Schale zum Halbfertigprodukt: Die Erstverarbeitung entscheidet über Aroma und Qualität der Haselnuss © Loacker

Capranica: das letzte Puzzlestück der Verarbeitungskette
Den operativen Verbindungspunkt zwischen Anbau und interner Produktion bildet der Standort Capranica in der Provinz Viterbo, das technologische Herzstück von Loackers Haselnussmodell. Unter der Leitung von Maurizio Furlan, Head of Hazelnut Operations bei Loacker, werden die Nüsse dort geknackt, geschält und sortiert. Ab 2027 folgt die Weiterverarbeitung zu Halbfertigprodukten: Der Großteil geht direkt an die Loacker-Werke zum Rösten und zur Weiterverarbeitung, der Rest wird vor Ort veredelt und an externe Kunden verkauft.

„Der Standort Capranica verbindet Know-how und Qualität“, erklärt Maurizio Furlan. „Wir verwandeln den Rohstoff Haselnuss in ein Premiumprodukt – nicht nur für die Loacker-Produktion, sondern auch für externe Kunden, die italienische Haselnuss-Exzellenz suchen.“

Partnerschaftsmodell mit über 80 Landwirten
Neben den eigenen Landgütern umfasst die Haselnussversorgung von Loacker langjährige Kooperationen mit mehr als 80 regionalen Betrieben in Venetien, Umbrien, der Toskana und den Marken mit einer Gesamtfläche von rund 1.200 Hektar. Das Italienische Familienunternehmen gibt agronomisches und technisches Wissen weiter, begleitet die Betriebe in der Setzphase der Haselnusssträucher und garantiert die Abnahme der gesamten Ernte. Langfristige Partnerschaftsverträge sichern den Landwirten Planungssicherheit und schaffen die Basis für ein stabiles, gemeinsames Wachstum.

Gemeinsames Wachstum: Mehr als 80 regionale Betriebe in vier Regionen bewirtschaften rund 1.200 Hektar für Loacker © Loacker

Neuer Loacker Store in Capranica eröffnet
Direkt neben dem Werk in Capranica eröffnete Loacker am 11. August 2026 einen neuen Store. Das Sortiment reicht von beliebten Klassikern über Neuheiten bis hin zu feinen Sorten und Geschenkverpackungen. Mit dem Standort stärkt Loacker seine Verbindung zur Region Latium und setzt den ersten Schritt, das eigene Store-Netz in Italien auch außerhalb der Heimatregion Südtirol auszubauen.

Über Loacker

Leicht bekömmlicher, natürlicher Genuss, höchste Qualität und die Liebe zur Natur vereint in köstlichen Waffel- und Schokoladenspezialitäten – dafür steht Loacker bereits seit 1925. Das von Alfons Loacker gegründete Familienunternehmen entwickelte sich über die letzten 90 Jahre von einer kleinen, regionalen Bäckerei in der Bozner Altstadt zu einer weltweit bekannten Marke, deren Produkte in über 100 Ländern begeistern. Noch heute werden alle Loacker Produkte am Fuße der Dolomiten, in Unterinn (Südtirol) und in Heinfels (Osttirol), nach höchsten Qualitätsmaßstäben sowie mit modernsten Verfahren hergestellt. Das Unternehmen legt dabei besonderen Wert auf ausgewählte, natürliche Zutaten und verzichtet vollkommen auf den Zusatz von Aromen und Konservierungsstoffen. Neben den beiden Produktionsstätten betreibt Loacker sieben eigene Stores. Der Standort Heinfels beherbergt darüber hinaus die Loacker Genusswelt mit interaktiver Ausstellung und Mitmach-Konditorei.

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