7 Abenteuer zwischen Bergsee und Gipfelkreuz
Micro-Adventures im Pillerseetal: 7 Abenteuer zwischen Bergsee und Gipfelkreuz
7 Abenteuer zwischen Bergsee und Gipfelkreuz
Zwischen Steinplatte, Loferer Steinbergen und Wildseeloder verdichtet das Pillerseetal auf fünf Orte, was anderswo ganze Regionen füllt: vom Klettersteig durch ein 200 Millionen Jahre altes Korallenriff über die Ruderbootfahrt unter dem Wildseeloder auf 1.847 Metern bis zum bis zum Sommer Biathlon am Schießstand der Nordic Academy in Hochfilzen.
Kürzere Reisen, höhere Erlebnisdichte, diesen Trend belegt der jüngste Adventure Travel Report der Adventure Travel Trade Association (knapp 5.000 Befragte in 13 Ländern). Prof. Dr. Manuel Sand, Deutschlands einziger Hochschulprofessor für Outdoorsport und Adventuremanagement, ordnet ein: „Der Trend der Micro-Adventures hält an. Die Leute stellen fest, dass es nicht weit von zu Hause tolle Erlebnisse gibt.“ Dabei heißt Micro-Adventure nicht kleines Erlebnis. Es heißt: großes Erlebnis, kurze Anreise. Das Pillerseetal, eingebettet zwischen den Chiemgauer Alpen, Loferer Steinbergen und den Kitzbüheler Alpen, liefert sieben Erlebnisse mit konkreter Adresse, geologischer Tiefe und einer Geschichte, die nur dieser Ort erzählen kann.
#1 Sonnenaufgangswanderung auf die Buchensteinwand
Halb vier Uhr morgens, Fieberbrunn. Stirnlampe an, Aufstieg über die Tennalm. Nach 600 Höhenmetern steht man auf dem Gipfel der Buchensteinwand auf 1.456 Metern – bevor die ersten Lichtstrahlen die Loferer Steinberge berühren. Oben wartet das Jakobskreuz: 30 Meter hoch, begehbar auf vier Etagen, laut Betreiber das größte begehbare Gipfelkreuz weltweit. Die geführte Early-Bird-Wanderung nutzt genau diesen Moment, wenn die Nacht dem Morgen weicht und das Panorama Schicht für Schicht aus der Dunkelheit tritt. Erst die Kalkwände der Leoganger Steinberge, dann Spielberg und Wildseeloder, danach die Zacken des Wilden Kaisers, zuletzt die Kitzbüheler Grasberge im ersten Sonnenlicht. Der Moment, in dem das Licht kippt, gehört nur denen, die früh genug losgegangen sind.

#2 Drei Seen, drei Stimmungen: SUP fahren, baden oder planschen
Zwischen den fünf Orten des Pillerseetals reihen sich drei ganz unterschiedliche Badegewässer auf. Morgens in St. Ulrich das SUP-Board in den Pillersee gleiten lassen: ein smaragdgrüner Bergsee, gespeist Gebirgsbächen, selten mehr als 19 Grad warm, selbst im Hochsommer. Nachmittags das Gegenteil: Der Lauchsee in Fieberbrunn ist ein Moorbadegewässer, dessen dunkles, weiches Wasser auf über 24 Grad klettert. Den organischen Verbindungen im Wasser wird seit Generationen eine heilende und hautpflegende Wirkung zugeschrieben. Das flach abfallende Ufer und das warme Moorwasser machen ihn zum idealen Badeort für Familien mit Kindern. Wer danach noch nicht genug hat, macht sich auf zum Badesee Waidring, am Fuß der Steinplatte. Künstlich angelegt, mit ständiger Frischwasserzufuhr in Trinkwasserqualität, dazu ein beheiztes Freibad, Liegewiesen und Kinderplanschbecken. Drei Seen an einem einzigen Tag, jeder mit eigenem Charakter. Ein Kontrast, den man in den Alpen auf so engem Raum selten findet.

#3 E-Bike & Hike auf den Bürglkopf: Vier Gebirge auf einen Blick
Manche Gipfelerfolge scheitern nicht am Willen, sondern am Forstweg davor. E-Bike & Hike dreht die Rechnung um: Die Technik übernimmt den Zustieg, die eigenen Beine den Gipfel. Die Bike & Hike Burgeralm-Bürglkopf-Bernkogel startet in Fieberbrunn und führt per E-Bike über Forstwege zur Burgeralm, einer aussichtsreich gelegenen Einkehr. Ab hier geht es zu Fuß weiter auf den Bürglkopf. Der Gipfel belohnt mit einem Panorama, das vier Gebirgsgruppen gleichzeitig ins Blickfeld rückt: die Loferer Steinberge im Norden, den Wilden Kaiser im Osten, die Kitzbüheler Grasberge im Süden und bei klarer Sicht die Hohen Tauern am Horizont. Die Kombination aus E-Bike und Gipfelwanderung macht die Tour auch für Genussradler machbar, ohne ihr den alpinen Ernst zu nehmen.

#4 Klettersteig über das versteinerte Korallenriff der Steinplatte
200 Millionen Jahre altes Gestein unter den Fingern, 1.800 Meter Höhe unter den Füßen: Am s’Schuastagangl an der Waidringer Steinplatte verschmelzen Sport und Geologie. Der Klettersteig führt durch den ehemaligen Boden eines tropischen Meeres, ein versteinertes Korallenriff aus der Triaszeit, heute auf über 1.800 Metern Höhe. Die Route ist mit C/D bewertet und verlangt Erfahrung und Trittsicherheit. Raue Felswände wechseln sich mit latschenkiefernbewachsenen Passagen ab. Kurz unterhalb des Gipfels wartet der „Knieschloderer“ – eine Passage mit luftigen Trittsteigen und Seilbrücke, die ihren Namen nicht zufällig trägt.
Tipp: Im Pillerseetal gibt es weitere Klettersteige in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden, darunter auch familientaugliche Routen an der Steinplatte.

#5 Rudern am Wildseeloder
Der Wildsee oberhalb von Fieberbrunn liegt auf 1.847 Metern, eingekesselt zwischen den Gipfeln von Wildseeloder und Henne. Ein Gletscher hat ihn vor rund zehntausend Jahren aus dem Fels geschliffen. Elf Meter tief, gespeist von Schmelzwasser und Regen, mit einem Abfluss, der nach wenigen Metern im Kalkgestein verschwindet. Das Wasser tritt erst drei Kilometer östlich wieder zutage, als Quelle mit dem bezeichnenden Namen „Schreiende Brunnen“. Der Sage nach versanken einst gottlose Senner im See, die mit Käselaiben und Butterkugeln gekegelt hatten. Ihre Schreie, so heißt es, hört man noch heute, wo das Wasser aus dem Felsen bricht. Am Ufer vor dem Wildseeloderhaus liegen Ruderboote aus Holz. Kein Motor, kein Steg. Hinausrudern, Riemen ablegen, still sein. Das Wildseeloderhaus am Ufer schrumpft, die Berge wachsen. Außer dem Wasser, das gegen die Planken schwappt, hört man nur die Dohlen über dem Grat. Danach in einer Stunde auf den Wildseeloder wandern. Oder noch eine Runde rudern.

© Torsten Muehlbacher Fotografie
#6 Biathlon für alle
Hochfilzen hat eine Bäckerei, einen Nahversorger und eine barocke Wallfahrtskirche. Gut 1.300 Einwohner, knapp tausend Meter Seehöhe, urkundlich belegt seit 1377. Und doch steht hier ein Biathlonstadion, das 20.000 Zuschauer fasst. Weltcup-Standort seit 1986, viermal WM-Schauplatz – die nächste WM findet 2028 statt. Lust auf Biathlon-Feeling? Was im Winter vor ausverkauften Rängen stattfindet, können Gäste im Sommer beim Gästebiathlon in der Nordic Academy selbst ausprobieren. Sportwissenschaftler Markus Förmer erklärt seinen Gästen die Faszination des Biathlons, vom Anschlag über die Atmung bis zum Schuss mit dem Kleinkalibergewehr. Lieber unbewaffnet zu Fuß oder mit dem Bike? Der Biathlon-WM-Pfad, weltweit der erste seiner Art, führt auf 15 Kilometern durch WM-Geschichte und alpines Panorama. Augmented-Reality-Elemente projizieren an ausgewählten Stationen historische Wettkampfszenen in die reale Landschaft.16 interaktive Stationen, eine digitale Rätsel-Rallye, am Ende eine WM-Medaille im Tourismusbüro.

#7 Vom Wegesrand ins Kräuterstüberl: Wandern mit Birgit Schwaiger
Mannshoch steht die Königskerze am Wegrand, leuchtend gelb vor dem dunklen Fichtenwald. Birgit Schwaiger pflückt eine Blüte, zerreibt sie zwischen den Fingern und hält sie ihren Gästen zum Riechen hin. Aus den Blüten lässt sich Tee brühen, aus den Blättern entsteht ein natürliches Wärmepflaster. Die Kräuterpädagogin lebt auf einem Bergbauernhof oberhalb von Fieberbrunn und nimmt dienstags und donnerstags Interessierte mit auf eine zweistündige Heilkräuterwanderung, deren Route sich nach der Saison richtet. Unterwegs erklärt sie, was am Wegesrand wächst und was sich daraus machen lässt. Mit vollem Körbchen geht es danach ins Kräuterstüberl am Hof, wo die Teilnehmer Salben, Tees oder Aufstriche selbst herstellen.
Weitere Informationen unter: www.pillerseetal.at

Über Pillerseetal - Kitzbüheler Alpen
Pillerseetal – Kitzbüheler Alpen
Fünf Orte, vier Gebirgsgruppen, ein Querschnitt durch die Alpen: Das Pillerseetal in den Kitzbüheler Alpen ist eine der kompaktesten ganzjährigen Familiendestinationen im Alpenraum. Im Sommer warten Wasserspiele, Waldseilgarten und Kletterpark in Timoks Wilder Welt, SUP am Pillersee, Baden im warmen Lauchsee, familientaugliche Klettersteige und das 200 Millionen Jahre alte Korallenriff der Steinplatte mit dem Triassic Park. Im Winter bieten sanft geneigte Pisten mit viel Platz für erste Schwünge, der Alpine Coaster, Lama-Winterwanderungen, der Triassic Trail auf der Steinplatte und das Timoks Family Festival ein durchdachtes Familienprogramm – mit direktem Anschluss an den Skicircus Saalbach Hinterglemm Leogang Fieberbrunn für Eltern, die mehr Pistenkilometer suchen. Die Gästekarte mit aufbuchbaren FamilienMomenten und authentische Kulinarik regionaler Produzenten machen die Urlaubsplanung so unkompliziert wie das Tal selbst.
Mehr dazu unter: www.pillerseetal.at